Ohne MOOS
nix los?!
Währung
und Wahrheit
Wa(e)hrung
und Wahrheit
hängen
zusammen.
Das zeigt
schon eine
kurze Wort-Analyse
und man
könnte
es sich
einfach
machen bei
der Lösung
der „Euro-
und Staatsschuldenkrise“:
Es gälte
schlicht
die Diskrepanz
zwischen
Währung
und Wahrheit
zu verringern,
um das aus
dem Ruder
gelaufene
Geldspiel
wieder in
Balance
zu bringen.
Mit der
Wahrheit
nahm man
es schon
bei der
Einführung
des Euro
nicht so
genau. Denn
einigermaßen
gleichwertige
Lebens-
und Leistungsverhältnisse
lagen (und
liegen)
nur in den
wenigsten
Euro-Staaten
vor. Das
war bekannt
und so entstand
von Anbeginn
eine Schummel-
anstelle
einer tragfähigen
Währungsunion.
Damit das
nicht so
auffiel,
wurden die
schwächeren
Volkswirtschaften
mit einem
Schulden-
und Ausgabenprogramm
aufgepumpt,
allerdings
entsprach
der Schulden-
keinesfalls
dem Leistungsstand.
Da sich
mit Schulden
anderer
ja bekanntermaßen
gut verdienen
lässt,
kam man
auch gleich
auf die
Idee, die
aktuelle
Schuldenkrise
mit Schuldenmachen
zu lösen.
Grotesk
wie sich
die Akteure
zunächst
über
steigende
Zinsen für
Staatsanleihen
wunderten,
um dann
zu merken,
dass man
für
niedrigere
Zinsen sorgen
muss, damit
das Spiel
weiter geht.
Zu dumm
nur, dass
man scheinbar
(?) erst
jetzt gewahr
wird, dass
man gar
nicht mehr
Herr dieses
Spiels ist,
es vielleicht
auch nie
war, denn
Schulden
werden weltweit
weiter verkauft
(refinanziert)
und jeder
will verdienen.
Den letzten
in der Schuldenkette
beißen
bekanntlich
die Hunde
und das
will man
nun nicht
wahr haben,
sonst wäre
ja wahrlich
zu sehen,
was gespielt
wird.
Vor diese
Blöße
spannt man
nun den
Rettungsschirm,
der inhaltlich
und rechtlich
obskur den
Blick auf
die nackte
Wahrheit
verstellt:
Sind doch
weltweit
derzeit
–
nach vorsichtigen
Schätzungen
–
etliche
Tausende
Milliarden
Euro nicht
warengestützter
Forderungen
an den Kapitalmärkten
unterwegs,
deren Summe
den Rettungsschirm
locker um
ein Vielfaches
übersteigt.
Warren Buffet
spricht
hier von
Massenvernichtungswaffen,
George Soros
von Instrumenten
der Zerstörung!
Droht uns
nun der
Abgesang
auf uns
und unser
„Moos“?
Und können
wir etwas
dagegen
tun?
Sind
wir unser
Moos los?
Wir könnten
der Wahrheit
einmal direkt
ins Gesicht
schauen
und wahrnehmen,
wozu die
einseitige
Fixierung
auf materielle
Werte führt.
Um dann,
falls noch
nicht geschehen,
als Gegenpol
immaterielle
Werte in
die Waagschale
unseres
Tun und
Seins zu
werfen.
Nachdem
der (Selbst-)
Wert und
die (Kredit-)
Würde
ganzer Staaten
inzwischen
von Rating-Agenturen
abhängen,
müssten
wir angesichts
dieser Absurdität
doch erkennen,
dass die
Menschheit
auf diesem
Planeten
aufgerufen
ist, den
materiellen
Exzessen
Sinn und
Glauben
(nicht zwangsläufig
gleichbedeutend
mit Amtskirche)
entgegen
zu setzen,
um daraus
andere Werte
zu schöpfen.
Das ist
keine Absage
an eine
materielle
Wertschöpfung
sondern
fordert
lediglich,
materielle
Werte nicht
losgelöst
von ideellen
Werten zu
schöpfen.
Also den
Gegenpol
in gleichem
Maß
wieder mehr
in unser
Bewusstsein
aufzunehmen
und umzusetzen
(das würde
ganz nebenbei
auch die
Burn-Out-Rate
reduzieren),
um auf diese
Weise für
eine ausgeglichene
Bilanz (engl.
„Balance“)
zu sorgen.
In der
Antike nannte
man das
noch das
„Wahre,
Gute, Schöne“,
bei Kant
und anderen
hieß
es Tugend
und zeitgemäß
könnte
man von
Tragfähigkeit
(engl. „sustainability“
i.S.v. dem
Leben dienend),
Ethik oder
gar Spiritualität
und ganz
zukunftsgerichtet
von neuem
Bewusstsein
sprechen.
Wie könnte
so etwas
gehen?
Ohne
MOOS nix
los?!
Jeder
von uns
könnte
sein ganzes
MOOS
zusammen
kratzen.
MOOS
steht hierbei
für
M, wie Maß,
2x O, für
Ordnung
und Orientierung
und S für
Sinn.
Am
Anfang steht
das Maß:
Es gälte
sich zu
überlegen,
wem wir
eigentlich
unser Geld
geben, wenn
denn welches
übrig
ist. Um
den spekulativen
Teufelskreis
zu unterbrechen,
könnten
wir - ohne
Bank - direkt
in Menschen
investieren,
an deren
konkrete
Projekte
wir glauben
und zugleich
in eigener
Verantwortung
entscheiden,
zu welchen
Konditionen
- sprich
in welchem
Maß
- wir das
tun. Noch
haben wir
die Freiheit
und auch
die Macht
hierzu.
Das Privatvermögen
der Deutschen
beträgt
immerhin
noch 5-10
Tausend
Milliarden
Euro! Wem
das zu idealistisch
anmutet,
der könnte
sein Geld
ganz „real“
in sich
selbst und
sein eigenes
Vermögen
stecken,
um so seine
„Eigenkapitalrendite“
im Sinne
geistigen
und persönlichen
Wachstums
zu erhöhen.
Und wem
auch das
zu lästig
ist, der
wird die
Banken finden,
die Gelder
ihrer Kunden
zu allerdings
maßvollen
Zinsen ausschließlich
in realwirtschaftlichen
Projekten
anlegen.
Ordnung:
Globales
Problem,
globale
Lösung
lautet die
Parole.
Braucht
es eine
europäische
Finanz-
oder gar
eine Weltregierung?
Sollen die,
die es (mit-)
angerichtet
haben, es
auch (hin-)
richten?!
Was würden
solche Kompetenzen
an der schiefen
Ausgangslage
ändern?
Hier ist
jeder ganz
persönlich
als Staatsbürger
aufgerufen,
sich zu
positionieren.
Kollektive
Grundregeln
für
den Umgang
mit insolventen
Staaten
sind sicher
nützlich.
Ohne Rückkopplung
von materiellen
Werten und
Währung
an tatsächliche
Wertschöpfung
wird es
jedoch dauerhaft
kein Gleichgewicht
geben. Diese
Rückkopplung
zu gewährleisten,
wäre
Aufgabe
politischer
Gestaltung,
die allerdings
keinen Bürger
von der
Verantwortung
enthebt,
wo und wie
er sein
Geld anlegt.
Orientierung:
40 Jahre
nach dem
Club of
Rome und
allen Trendforschern
folgend
ist es an
der Zeit,
die quantitative
um eine
gleichwertige
qualitative
Wachstums-Komponente
zu ergänzen,
sprich das
Prinzip
der Tragfähigkeit
(s.o.) von
der Ernährung,
über
die Gesundheits-
bis zur
Energieversorgung
durchgängig
zu etablieren.
Gleichzeitig
sind wir
auch hier
gehalten,
nicht aus
Übermaß
in eine
Diktatur
der „Gutmenschen“
zu verfallen.
Denn der
Sinn ergibt
sich eigentlich
von selbst.
Sinn:
Ohne Rückbindung
an innere,
unverbrüchliche
Werte, bleibt
das Materielle
hohl und
aufgeblasen.
Es zerbröselt
und ist
nicht zu
halten,
weil es
eben an
innerer
Haltung
fehlt, die
trägt.
Das macht
die Krise
auf allen
Ebenen deutlich.
Um dies
zu ändern,
würde
es schon
reichen,
wenn wir
prinzipiell
und bewusst
im Einklang
mit der
Schöpfung
und ihrem
zyklischen,
vernetzten
Wesen wirtschafteten.
Das fängt
bei wahrhaft
wertschätzendem
Umgang miteinander
an und hört
bei „cradle-to-cradle“-Produkten
noch lange
nicht auf.
Materiell
braucht
es uns dabei
keinesfalls
schlechter
zu gehen.
Ganz im
Gegenteil:
Wenn wir
materielle
Wertschöpfung
mit einem
solchen
Wert-Schöpfungs-Bewusstsein
koppeln,
schaffen
wir eine
ganze neue
und dauerhaft
stabile
Bewusstseins-Währung,
die an nationalstaatlichen
Grenzen
dann auch
keinen Halt
mehr zu
machen braucht.
Und so könnte
unser MOOS
dann doch
noch zum
hoffentlich
glücklichen
Los werden!
Michael
Klenk, Oktober
2011
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